Alnatura Origin | LaSelva Nachhaltig

Zukunftsfähigkeit gibt den Ton an

Ob grüne Biotope, faire Löhne oder energiesparende Verarbeitung – beim italienischen Origin-Partner LaSelva ist Nachhaltigkeit tief in der Firmenphilosophie verwurzelt.

Ökologischer Landbau

Alles beginnt Ende der 1970er-Jahre: Karl Egger, erfolgreicher Unternehmer, wird in den Medien auf die „Gefahren und Folgen der Industrialisierung für unsere Umwelt“ aufmerksam und beginnt, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das Ergebnis: 1980 erwirbt er die ersten 7 Hektar Brachland im Süden der Toskana und verschreibt sich ganz der ökologischen Landwirtschaft.


Er meistert die Herausforderung, Obst und Gemüse ohne Pestizide oder Kunstdünger anzubauen. Gründüngung, stickstoffhaltige Kulturen und kompostierbarer Stallmist – bereitgestellt durch die eigenen Schaf- und Rinderherden - machen die Böden stattdessen fruchtbar. Dank konsequenter Kreislaufwirtschaft entsteht ein ökologisches Gleichgewicht. Doch die Überlegungen Karl Eggers gehen noch weiter. Wasser ist ein wertvolles Gut im sonnenverwöhnten Italien. Tröpfchenbewässerung hält den Verbrauch so gering wie möglich, Mulch auf den Gemüsefeldern schützt vor Verdunstung. Und dies ist nur ein Beispiel für die zahlreichen Nuancen des Gesamtkonzepts auf LaSelva.

 

Ressourcen schonen

Für diesen sorgsamen und respektvollen Umgang bedankt sich die Natur bei Karl Egger mit satten Ernten. Der bayerische Genießer liebt die traditionelle italienische Küche und entdeckt schnell, dass sich aus seinen Feldfrüchten richtig leckere Speisen zubereiten lassen.


Aus dem Bauernhof LaSelva entwickelt sich eines der ersten Bio-Feinkost-Unternehmen. Selbstverständlich machen die innovativen Überlegungen Eggers auch hier nicht halt. Die Rezepturen der LaSelva-Produkte sind handwerklich und traditionell, die Anlagen hingegen auf dem neuesten Stand der Technik. Ressourcenschonung gibt den Ton an. Entstehendes Abwasser erhält eine ökologisch verträgliche Aufarbeitung. Nicht genutzte Wärme wird der Produktion an anderer Stelle wieder zugeführt. Zurzeit entsteht eine Photovoltaikanlage auf LaSelva, die den Hof mit Sonnenenergie versorgen soll.

 

Regionalität

Der größte Anteil der Zutaten in den LaSelva-Produkten stammt von den eigenen Feldern. Was nicht selbst angebaut werden kann, bezieht Karl Egger möglichst aus der Region oder wenigstens aus Italien. Die mittlerweile 25 festen und 30 saisonalen Mitarbeiter sind in der LaSelva-Heimat, der Maremma, zu Hause, haben reguläre Arbeitsverträge und erhalten faire Löhne. Diese ethische Einstellung ist in den südlichen Regionen Italiens nicht selbstverständlich. Für Karl Egger schon: „Kooperation und Partnerschaft sind unser Ziel und wir alle wissen: hohe Qualität hat ihren Preis!“

 

Artenvielfalt

Das Thema Artenvielfalt ist dem Bio-Vorreiter von Anfang an ein wichtiges Anliegen. Auf den mittlerweile mehr als 430 Hektar Land stößt man immer wieder auf kleine und große Biotope: Wäldchen, Windschutzhecken, Alleen, Teiche. Kleine Ökosysteme, in denen sich Flora und Fauna entfalten können.


An Ideen mangelt es Naturland-Gründungsmitglied Egger dabei nie. So ermunterte er ortsansässige Imker, ihre Bienenkästen bei ihm aufzustellen. Futter finden die emsigen Immen auf dem Naturland-Hof mehr als genug. Zusammen mit der Universität Spoleto lädt er die heimische Vogelwelt zu sich ein - eine Vielzahl von Vogelhäuschen und Nistplätzen stehen auf LaSelva bereit. Das jüngste Projekt ist ein großer Teich, der Amphibien und Schildkröten eine Heimat werden soll.